Generationenprojekte

Nutzen intergenerativer Bewegungsförderung
Intergenerative Projektarbeit
In den kommenden Jahren wird der Anteil der Senioren, gemessen an der Gesamtbevölkerung, weiter zunehmen, was für Politik und Gesellschaft eine grosse Herausforderung bedeutet. Beide sind gefordert Strategien und Mechanismen zu entwickeln, damit das Altern von allen Beteiligten als positiver Prozess wahrgenommen wird. Aufgrund des demographischen Wandels ist in den letzten Jahren die Forderung nach einer generationenübergreifenden Solidarität gestiegen. Generationenübergreifende Projekte gewinnen an Bedeutung und stossen auf zunehmendes Interesse. Das Potential des intergenerativen Ansatzes lässt sich einerseits aus der Perspektive des generationenübergreifenden Lernens erläutern. Dieses kann dazu beitragen, Disparitäten auszugleichen, d.h. soziale Segregation zu überwinden. Weiter hilft es, mehr Verständnis und Respekt zwischen den Generationen zu schaffen, eine intergenerative Gesellschaft zu formen sowie die Entwicklung individueller Kompetenzen zu unterstützen. Intergenerative Projekte tragen andererseits dazu bei, die Lebensqualität und das Wohlbefinden langfristig zu verbessern. Alltagsnahe Begegnungen zwischen Jung und Alt führen zu positiven Emotionen und Freude in verschiedenen Belangen und helfen, Ängste und Unsicherheiten auf beiden Seiten abzubauen.

Generationenarbeit im bewegungsorientierten Kontext
Bislang wurde den intergenerativen Projekten im bewegungsorientierten Kontext wenig Beachtung geschenkt. Dies ist mitunter deshalb Schade, da gerade das Spielen als eine bedeutende, freiwillige Aktivitätsform des Menschen über die gesamte Lebensspanne gesehen wird, welche die Auseinandersetzung mit der eigenen Umwelt positiv beeinflusst. Dem Spielen wird ein enormes Potential zugeschrieben, da es wie keine andere Aktionsform die physischen, psychischen und sozialen Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten fördert und insbesondere die Wahrnehmungs- sowie Erlebnisfähigkeit positiv beeinflusst. Mit anderen Worten fordern Spiele den Menschen auf eine ganzheitlich Art und Weise. Spielerische körperliche Aktivität (Bewegungsspiele, Sportspiele etc.) wird daher als ideale Grundlage für generationenübergreifende Bewegungsförderung gesehen. Deshalb soll der intergenerativen Projektarbeit im bewegungsorientierten Kontext mehr Aufmerksamkeit zugesprochen werden. Die Bewegungsförderung ist ein wichtiges Thema. Bei den Kindern steht die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten im Vordergrund, wo hingegen bei den Senioren deren Erhaltung zentral ist. Diese Tatsachen sollen motivieren, zukünftig Bewegungsräume zu schaffen, welche den Bedürfnissen von Jung und Alt gleichermassen gerecht werden. Nur so kann das Potential des intergenerativen Ansatzes optimal genutzt werden.